TRD 602

Betrieb mit eingeschränkter Beaufsichtigung

Lediglich alle 2 Stunden sind die sicherheitstechnischen Einrichtungen des Kessels vom Bedienungspersonal zu überprüfen und den einwandfreie Betrieb des Kessels festzustellen.

Die dazu notwendige Geräteausrüstung des Kessels besteht aus selbstüberwachender Wasserstand- elektrode sowie 2h-Zeitkontrolleinrichtung, die rechtzeitig vor Ablauf der zweistündigen Betriebszeit auf die Überprüfung der sicherheitstechnischen Kesselausrüstung aufmerksam macht.

Best-Nr.: 40350

TRD 603

Gerätesatz

für die Umstellung von Dampferzeugern bzw. Hochdruckheißwassererzeugern auf Niederdruckbetrieb

Hiernach ist es möglich, durch Einbau entsprechender Zusatzgeräte Hochdruckdampf- bzw. Hochdruckheiß- wassererzeuger zeitweilig im Niederdruckbereich zu betreiben. Auf die Beaufsichtigung kann dann vollständig verzichtet werden. Dies ist insbesondere interessant für den Betrieb an Wochenenden oder Feiertagen, wenn die Kesselanlage nur noch zur Erzeugung von Raumwärme betrieben wird, d.h. Produktionsdampf nicht verlangt ist.

Best-Nr.: 40351

TRD 604

Betrieb ohne ständige Beaufsichtigung

24 h wachfreier Betrieb

72 h wachfreier Betrieb

Hochdruckdampf- und Hochdruckheißwassererzeuger können ohne ständige Beaufsichtigung betrieben werden, wenn eine entsprechende elektronische Überwachung aller Sicherheitsfunktionen der Kessel- anlage gegeben und diese vom TÜV zugelassen ist.

Die Überwachung des Niedrigwasserstandes – NW – erfolgt mittels selbstüberwachender innenliegender Elektrodenwasserstandbegrenzer. Für die Überwachung des Höchstwasserstandes ist ebenfalls ein Elektrodenwasserstandbegrenzer vorgesehen. Bei Wassermangel erfolgt sicherheitstechnische Abschaltung der Feuerungsanlage, bei Überschreiten des Höchstwasserstandes Unterbrechnung der Speisewasserzufuhr bei gleichzeitiger Alarmgebung.

Der Betrieb einer Kesselanlage ohne ständige Beaufsichtigung erfordert zusätzlich eine entsprechend ausgerüstete Feuerungsanlage und Brennstoffversorgung sowie Speisewasseraufbereitung mit Qualitäts- überwachung derselben. Zusätzlich dazu kann eine automatische Überwachung der Kesselwasserdichte erforderlich werden. Dies erfolgt über Messung der Wasserleitfähigkeit mittels elektronischer Geräte. Bei Ansteigen der Kesselwasserdichte erfolgt automatische Absalzung bzw. Abschlämmung über entsprechend ausgelegte automatische Entsalzungs- bzw. Abschlammgeräte der Feuerung bei Versagen dieser Geräte.

Nicht nur neue Anlagen können mit vorstehenden Zusatzausrüstungen zum erleichterten Betrieb und zur erleichterten Wartung ausgerüstet werden.

Best-Nr: 40352

TRD 611

Kessel u. Speisewasseranforderungen

Tafel 2: Anforderungen an salzfreies Speisewasser für Umlaufkessel und Großwasserraumkessel

  Einheit Richtwert Grenzwert f.

kurzzeitig zul.

Abweichungen

Überwachung Bemerkungen
Leitfähigkeit bei 25°C hinter stark-saurem Kationen-austausch m S/m < 0,2 < 5 kontinuierlich, registrierend (nicht erforderl. bei Großwasserraumkessel Bei den Leitfähigkeits- grenzwerten für kurzzeitig zul. Abweichungen wird vorausgesetzt, daß die Leitfähig- keitserhöhung durch Kohlensäure verursacht wird. Nach kurzer Betriebzeit muß dann fallende Tendenz der Leitfähigkeitswerte eintreten.
pH-Wert bei 25°c - > 9 > 6,5 registrierend, ggf. über Hilfsgrößen Bis zur Abzweigung f. das Einspritz- wasser f. Dampf- kühler nur flüchtige Alkalisierungs- mittel

 Tafel 3: Anforderungen an das Kesselwasser und Großwasserraumkesseln bei salzfreiem Speisewasser

  Einheit Richtwert Überwachung
Leitfähigkeit bei 25°C hinter stark-saurem Kationenaustausch m S/m < 150
diskontinuierlich
Leitfähigkeit bei 25°C ohne starke-sauren Kationenaustauscher m S/m < 50 kontinuierlich
pH-Wert bei 25°C £ 136 bar

--

9,5 - 10,5 diskontinuierlich ggf. über Hilfsgrößen
pH-Wert bei 25°C > 136 bar   9,5 – 10  

Tafel 4: Anforderungen an salzhaltiges Speisewasser für Umlaufkessel und Großwasserraumkessel

 
zulässiger Betriebsüberdruck in bar
Einheit
Richtwert Grenzwert f.

kurzzeitig zul.

Abweichungen

Überwachung Bemerkungen
pH-Wert bei 25°C
 

--

> 9
> 8
diskontinuierlich ggf. über Hilfsgrößen
 
Summe
< 68
mmol/l
< 0,010 < 0,050
diskontinuierlich
 
Erdalkalien

(Ca² + Mg² )

³ 68 £ 87
  < 0,005 < 0,010    
Sauerstoff (O2 )  
mg/l
< 0,02 anfahrbedingte Überschreitungen zulässig.  
Durch thermische Entgasung, ggf. durch Sauerstoff-bindemittel sicherzustellen.

Tafel 5: Anforderungen an das Kesselwasser für Umlaufkessel und Großwasserraumkessel bei salzhaltigem Speisewasser.

 Zulässiger Betriebsüber-druck in bar
Leitfähigkeit bei 25°C in
m S/m
pH-Wert
Überwachung

£ 22

>22 £ 44

>44 £ 68

>68 £ 87

< 8000
< 5000
< 2500
< 300
10,5 bis 12
10 bis 11,8
10 bis 11
9.5 bis 10,5
diskontinuierlich, ggf. über Hilfsgrößen