Verunreinigung

Spätestens seit dem großtechnischen Einsatz von Schädlings- und Unkrautvernichtungsmitteln in der Landwirtschaft, und den dagegen gestarteten Kampagnen, müsste jedem Bürger klar sein, dass unser Trinkwaser zunehmend verschmutzt wird. 

Täglich sterben ca. 25.000 Menschen an verseuchtem Wasser und etwa zwei Milliarden Menschen sind weltweit durch verseuchtes Wasser oder Wassermangel bedroht. Angesichts dieser Situation ist es um so besorgniserregender, dass mit der Ressource Wasser so gedankenlos und verschwenderisch umgegangen wird.

In Deutschland unterliegt das Trinkwasser der Trinkwasserverordnung, die gewährleisten soll, dass Wasser nicht gesundheitsschädlich aus dem Wasserhahn fließt. In dieser Verordnung ist festgelegt, welche Stoffe und in welchen Mengen diese im Trinkwasser enthalten sein dürfen. Die Trinkwasserverordnung sieht etwa 33 Stoffe (andere Länder 43 oder mehr) dafür vor, was im Vergleich zu den im Wasser möglicherweise vorhandenen Verbindungen mit einigen tausend eher einem Tropfen auf den heißen Stein gleicht.

Die Stoffe gelangen auf verschiedene Art und Weise in das Grundwasser (Regen, Abwasser,...), können untereinander chemisch reagieren und sind dann im besten Falle neutral. Was für Auswirkungen sie auf die Gesundheit des Menschen haben können, kann man nur vermuten.

Wer aber kann garantieren, dass sie gesundheitlich unbedenklich sind?

Die Trinkwasserverordnung ist allenfalls ein Kompromiss zwischen technischen und gesundheitlichen Anforderungen, jedoch nicht optimal, um den Körper mit reinem Wasser zu versorgen.